Informationen über den gesunden Buchweizen

Buchweizen - Nährwerte, Kalorien und Inhaltsstoffe *

Der Artikel "Pflanze - Anbau & Ernte" beschreibt, wie es gelingt, durch den Anbau von Buchweizen die Bodenqualität auf dem Acker und im Garten zu verbessern, wie sich durch ihn Schädlinge auf natürliche Weise bekämpfen lassen und wie er sich in den Kreislauf der Natur einfügt. Nun soll es um die Nährwerte und Inhaltsstoffe des Buchweizens gehen. Wenn man sich für den Anbau entscheidet, möchte man schließlich wissen, was in so einem Pseudogetreide wirklich steckt.

Buchweizen: Nüsschen, Mehl und Brot
Buchweizen-Nüsschen, Mehl und Brot

Nun macht es für den Laien jedoch kaum einen Sinn, die Buchweizen Nährwerte lediglich in Zahlen anzugeben. Sinnvoller erscheint ein Vergleich zwischen einem echten Getreide und dem Pseudogetreide Buchweizen. Letzteres haben wir dem Weizen gegenübergestellt. Nachfolgende Nährwertangaben beziehen sich jeweils auf die Menge von 100 Gramm.


Energiebilanz - Wie viele Kalorien haben 100 Gramm Buchweizen?

Wie viel Energie der Mensch seinem Körper täglich zuführen muss, um den Bedarf zu decken, hängt von seinem Geschlecht, dem Alter, von seiner Gesundheit und vor allem von seiner körperlichen Beanspruchung ab. Ein Hochleistungssportler verbraucht erheblich mehr Kalorien als ein Büroangestellter, folglich muss er mehr und vor allem besonders hochwertige Nahrung zu sich nehmen. Weizen und Buchweizen weisen eine ähnliche Energiebilanz auf. Letzterer beinhaltet pro 100 Gramm 340 Kilokalorien (1422 kJ). Beim Weizen sind es 339 Kilokalorien. Man könnte also davon ausgehen, dass es einerlei ist, ob man sich für ein Weizen- oder ein Buchweizengericht entscheidet. Das ist es jedoch nicht. In beiden Lebensmitteln sind sehr unterschiedliche Inhaltsstoffe enthalten.

Fette

Der Fettgehalt von Weizen beträgt 2,5 Gramm, der von Buchweizen lediglich 1,73 Gramm. Geht man davon aus, dass der durchschnittliche Erwachsene nicht mehr als 60 Gramm Fett insgesamt pro Tag aufnehmen sollte, dürfte das Pseudogetreide zumindest für diejenigen die bessere Wahl sein, die abnehmen beziehungsweise ihr Gewicht halten wollen.

Nun wäre es jedoch falsch, sämtliche Fette einzusparen. Dann nämlich könnten die Organe nicht arbeiten. Wichtig ist, sich für hochwertige Fette zu entscheiden. Das sind diejenigen, die möglichst viele ungesättigte Fettsäuren enthalten. Dies sind im Allgemeinen die pflanzlichen Fette, beispielsweise die aus den Getreidearten. Weizen enthält 0,5 Gramm gesättigte Fettsäuren, 0,3 Gramm einfach ungesättigte Fettsäuren und 1,0 Gramm mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Der Buchweizen kann mit diesen Werten durchaus mithalten. In 100 Gramm stecken 0,3 Gramm gesättigte Fettsäuren, 0,52 Gramm einfach ungesättigte Fettsäuren und 0,56 Gramm mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Sowohl das Getreide, als auch Buchweizen sind frei von Cholesterin.

Eiweiße und Ballaststoffe

Eiweiße, die in Fachkreisen als Proteine bezeichnet werden, sind natürliche Bestandteile vieler menschlicher Organe. Sie besitzen zahlreiche Aufgaben. Unter anderem sind sie Energielieferanten. Um die gewünschte Leistungsfähigkeit zu erreichen, müssen Proteine mit der Nahrung aufgenommen werden. Weizen liefert 9,84 Gramm Eiweiße, Buchweizen enthält 9,07 Gramm. Sie stehen dem Körper innerhalb kurzer Zeit zur Verfügung.

Der Anteil an Ballaststoffen ist im Vergleich zu Roggen bei Weizen und bei Buchweizen relativ gering. Er beträgt um die 4 Gramm pro 100 Gramm.

Kohlenhydrate

Hinsichtlich des Kohlenhydratanteils ähneln sich Weizen und Buchweizen ebenso. Beide enthalten pro 100 Gramm 71 beziehungsweise 72 Gramm. Davon sind folgende Anteile identisch: Glucose mit 0,07 Gramm, Fructose mit 0,07 Gramm, Monosaccharide mit 0,14 Gramm, Saccharose mit 0,28 Gramm, Disaccharide mit 0,28 Gramm. Der Stärke- und Polysaccharidanteil bei Weizen beträgt 70,05 und bei Buchweizen 70,55 Gramm.

Das bisher Gelesene überzeugt sicherlich zur Entscheidung für den Buchweizen noch nicht. Nachfolgend werden die Unterschiede deutlich. Kommen wir zu den Vitaminen.

Vitamine

Weizen enthält kein Vitamin A, darf sich dafür aber mit 1.198 Mikrogramm an B-Vitaminen rühmen. Buchweizen weist 2 Mikrogramm Vitamin A auf sowie 13 Mikrogramm Beta-Carotin. An B-Vitaminen sind es beeindruckende 5.105 Mikrogramm. Der Folsäurewert liegt bei Weizen bei insgesamt 16 Mikrogramm, wovon 5 Mikrogramm freie Folsäure sind. Buchweizen verfügt über 50 Mikrogramm Folsäure mit 25 Mikrogramm freier Folsäure. Das Vitamin E ist in Weizen mit 340 Mikrogramm und in dem Pseudogetreide mit 844 Mikrogramm enthalten. Zusätzlich besitzen beide einen ähnlichen Anteil an Vitamin K. Hier lesen Sie, was dies für den Tagesbedarf eines Erwachsenen bedeutet.

Diese Gegenüberstellung dürfte belegen, wie wertvoll Buchweizen für die menschliche Ernährung ist. Damit aber nicht genug. Es gibt noch weitere wichtige Inhaltsstoffe.

Mineralstoffe und Spurenelemente

An dieser Stelle folgt eine Gegenüberstellung der durchschnittlich enthaltenen Mineralien und Spurenelemente in 100g Buchweizen und bzw. Weizen (Werte in Klammern dargestellt). Zunächst werden die Mengenelemente betrachtet, von denen der Körper täglich größere Mengen von bis zu einigen Gramm benötigt. Anschließend stehen die Spurenelemente im Mittelpunkt, die der Körper nur in sehr geringer Menge benötigt.

Mengenelemente

Element Buchweizen Weizen
Calcium 21 mg 16 mg
Chlor 12 mg 50 mg
Kalium 324 mg 126 mg
Magnesium 85 mg 10 mg
Natrium 2 mg 3 mg
Phosphor 254 mg 113 mg
Schwefel 80 mg 100 mg
Legende: mg = Milligramm

Spurenelemente

Element Buchweizen Weizen
Eisen 3,2 mg 1,48 mg
Fluor 170 µg 50 µg
Jod 0,5 µg 0,7 µg
Kupfer 900 µg 185 µg
Mangan 2 mg 0,76 mg
Zink 2,5 mg 1,23 mg
Legende: mg = Milligramm  / µg = Mikrogramm

Das bedeutet nichts anderes, als dass der Organismus in gleich mehrfacher Hinsicht mit Buchweizen als Alternative zum Weizen um ein Vielfaches besser versorgt ist.

Aminosäuren

Sowohl das Getreide, als auch das Pseudogetreide enthalten unzählige Aminosäuren. Der Körper benötigt sie alle, um zu funktionieren und um sich zu regenerieren. Eine der wichtigsten Aminosäuren ist das Lysin, auf das im Artikel "Wie gesund ist Buchweizen?" näher eingegangen wird. Weizen enthält pro 100 Gramm 187 Milligramm. Buchweizen enthält hingegen beachtliche 499 Milligramm Lysin. Weitere im Buchweizen vorhandene Aminosäuren sind Isoleucin und Leucin, Cystein, Tyrosin, Alanin, Glycin und Histidin, Serin und Glutaminsäure, um nur einige zu nennen.

Biologische Wertigkeit

Wie die vorherigen Abschnitte verdeutlichen, kommt es nur teilweise darauf an, wie viel der Mensch von einem Lebensmittel zu sich nimmt. Eine mindestens ebenso wichtige Rolle spielt, wie der Organismus das Nahrungsmittel verwerten kann. Anteile, die nicht verwertet werden können, scheidet der Körper aus oder er lagert sie an. Beim Weizen entspricht die biologische Wertigkeit 51 Prozent. Der Buchweizen kann zu 77 Prozent verwertet werden. Das macht einen enormen Unterschied aus.

Sonstige Bestandteile

Der Wasseranteil bei Buchweizen beträgt 12,8 Gramm, bei Weizen 13,7 Gramm. Letztlich soll es jedoch um einen entscheidenden Unterschied gehen. Im Gegensatz zu Weizen enthält Buchweizen keine Gluten (Klebereiweiß). Diesem wird viel Negatives nachgesagt. Was genau und warum es besser ist, auf diesen Inhaltsstoff zu verzichten, erklären die Artikel "Wie gesund ist Buchweizen?" und "Buchweizen bei Zöliakie?".

Fazit

Die Inhaltsstoffe und Nährwerte von Buchweizen wurden nun ausführlich erläutert und mit denen des Weizens verglichen. Hieraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass der Buchweizen reich an hochwertigen Fettsäuren, Aminosäuren, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist. Was bedeutet dies nun für die Gesundheit? Auf diese Frage geht der Artikel "Wie gesund ist Buchweizen?" ein. Wer mehr wissen möchte, klickt weiter.


* Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier gemachten Informationen wird keine Gewähr übernommen. Die hier vorgestellten Informationen stellen keine Form der Beratung dar. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt.

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